Aktivitäten der Abteilung 

. Chirurgie der Lunge und der Pleura
. Chirurgie der Mediastinaltumoren
. Chirurgie der Thoraxwand
. Chirurgie der Trachea
. Chirurgie des Ösophagus
. Chirurgie der für das Pancoast-Tobias-Syndrom verantwortlichen Tumoren
. Chirurgie der Gefäße, vorwiegend im zervikalen, thorakalen und abdominalen Bereich
. Unfallchirurgie des Thorax und der Gefäße
. Chirurgie der akuten und chronischen thromboembolischen Krankheit der Lungen
. Lungen- und Herz-Lungen-Transplantation
. Funktionelle Chirurgie der Ateminsuffizienz  

. Bronchoskopien
.
Untersuchung der Lungenfunktion
. Nuklearmedizin (Szintigrafie)
. Preoperative anästhesiologische Sprechstunde

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Chirurgische Aktivität

Die Schwerpunkte der chirurgischen Aktivität der Abteilung sind die nicht-kardiochirurgische Thoraxchirurgie, die Gefäßchirurgie, die Lungen- und Herz-Lungen-Transplantationen und die Chirurgie der thromboembolischen Krankheit der Lungen.
- 829 chirurgische Interventionen wurden 1997 im OP-Bereich vorgenommen:
- 149 gefäßchirurgische, davon 57 die Aorta und 34 die supraaortalen Gefäßstämme betreffend.
- 11 Transplantationen, davon 7 kardio-pulmonal, 3 bi-pulmonal und 1 mono-pulmonal.
- 38 Thrombendarteriektomien der Lunge, bei extrakorporellen Kreislauf.
- 623 thoraxchirurgische, davon 44 Pneumonektomien, 211 pulmonale Resektionen, 11 Pancoast, 44 thorakale Parietektomien, 22 Mediastinaltumoren, 14 Trachealresektionen...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1.- Die pleuro-pulmonalchirurgische Aktivität (Text- und Bildmaterial 55Ko) beinhaltet natürlich die konventionelle Pleuro-pulmonalchirurgie, aber sie orientiert sich in unserer Abteilung mehr und mehr an komplexere, originale chirurgische Interventionen, die wir im Zentrum Marie Lannelongue erarbeitet haben.

-Exhairetische Chirurgie von broncho-pulmonalen Tumoren, die sich auf die tracheo-bronchiale Bifurkation, die Vena Cava superior, die Thoraxwand oder den Apex pleuropulmonalis ausgeweitet haben.
-Chirurgie von post-tuberkulotischen Läsionen und Chirurgie der pulmonalen Aspergillose, die eine eigene komplexe Problematik darstellt und dazu führt, daß uns diese Patienten üblicherweise aus verschiedenen Universitätskliniken und Regionalkrankenhäusern überwiesen werden, da es den meisten Zentren an Erfahrung in diesem Bereich fehlt.
-Plastische Tracheobronchial-Chirurgie, ob Resektion von bronchialen Anastomosen bei lobären Tumoren, oder Behandlung von Bronchialfisteln nach pulmonaler Exhairese oder Chirurgie der tracheobronchialen Bifurkation.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2. - Chirurgie der Mediastinaltumoren.

Neben den exhairetischen Eingriffen bei gutartigen Tumoren des Mediastinums, die wir in unserem Haus routinemässig vornehmen, haben wir seit 1980 eine spezielle Technik der Exhairese entwickelt die es erlaubt, maligne Tumoren des Mediastinums, die vaskuläre Strukturen -insbesondere die Vena Cava Superior- erreicht haben, bei Gefässersatz durch eine PTFE-Prothese, zu entfernen. Die Ergebnisse sind, mit einer Überlebensrate nach 5 und 10 Jahren von etwa 50 %, äusserst zufriedenstellend. Diese erweiterte exhairetische Chirurgie, wird bei Thymomen, aber auch bei niedrig differenzierten Tumoren des Mediastinums oder primären germinalen Mediastinaltumoren, Sarkomen und malignen karzinoiden Tumoren, angewandt.

Im Rahmen der exhairetischen Chirurgie von Mediastinaltumoren, haben wir vor 10 Jahren eine Methode zur transdiaphragmalen Ausräumung der Lymphknoten im hinteren Mediastinum erarbeitet, die es so erlaubt, die Entfernung von retroperitonealen Lymphknoten bei Testiskarzinomen bis in den hinteren, inframediastinalen Raum zu erweitern.

Diese Chirurgie, die häufig zusammen mit der Resektion von pulmonalen Metastasen, oder der retroperitonealen Lymphknotenextirpation angewandt wird, bietet grosse Heilungschancen für diese Art von Erkrankungen, da zur Zeit alle operierten Patienten, bis auf einen Fall, am Leben sind, ohne rezidiviert zu haben

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3.- Chirurgie der Thoraxwand

Die primären Tumoren der Thoraxwand (Sternum, Rippen, oder auch Ausbreitung auf Wirbel), oder entzündete Wandteile, z.B. nach Radiatio bei Mammakarzinom, können durch zumteil originale Methoden, die wir im Laufe der letzten 15 Jahre entwickelt haben, reseziert werden.

Diese Tumoren und entzünlichen Läsionen werden zuweilen auch auf Kosten der subklaviären Gefässe, oder der Vena Cava Superior entfernt, die dann prothetisch ersetzt oder plastisch rekonstruirt werden. Die grossen Resektionen der vorderen Thoraxwand werden, bei notwendiger Entfernung der Haut, durch dermato-muskuläre Plastien gedeckt, die dem Rectus Abdomini, dem Latissimus Dorsi, oder dem Pectoralis Major entnommen werden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4.- Chirurgie der sich in den zerviko-thorakalen Raum ausbreitenden Tumoren

Die malignen Lungentumoren die im parieto-pulmonalen Apex lokalisiert sind, oder die sich an der Thoraxwand, auf Höhe des zerviko-thorakalen Überganges entwickeln, haben die Besonderheit sich auf die besonders komplexen vaskulären und nervalen Strukturen in diesem Bereich auszubreiten.

Wir haben 1980 eine originale Technik beschrieben, die eine Resektion dieser Tumor-Typen über einen transklavikulären Zugang ermöglicht, und die zur Zeit, nach zahlreichen Veröffentlichungen auf Kongressen und in internationalen chirurgischen Zeitschriften, weltweit anerkannt ist.

Seit 1992 haben wir die Indikationsliste für diese Art der Resektion von Tumoren im zerviko-thorakalen Bereich auf Tumoren erweitert, die auch die Wirbelsäule* befallen. Dieser exhairetische Eingriff setzt die Resektion dreier Wirbelkörperhälften, mitsamt der Querfortsätze und der Gelenkfortsätze in einem Stück mit der Thoraxwand, den subklavikulären Gefässen und dem oberen Lungenlappen voraus. Es handelt sich dabei um einen langwierigen (12 Stunden) und sehr hämorrhagischen Eingriff, der eine Osteosynthese der Wirbelsäule von dorsal aus erfordert, und die wir hier mit Hilfe von Dr. Gilles MISSENARD vornehmen, der auf dem Gebiet der Tumorchirurgie der Wirbelsäule spezialisiert ist.

Seit 1992 haben wir ca.15 solcher Resektionen durchgeführt, deren Resultate uns ermutigt haben und die eine Fortsetzung des Programms rechtfertigen, wobei festzuhalten ist, dass diese Art der Chirurgie, aufgrund ihrer Komplexität, spezialisierten Zentren vorbehalten bleibt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5.- Chirurgie des Larynx und der Trachea

Die Pathologie der Trachea, ob es sich um Post-Intubationsstenosen, kongenitale Stenosen, Trachealtumoren, ösophago-tracheale Fisteln, oder der Ausbreitung broncho-pulmonaler Tumoren auf die tracheobronchiale Bifurkation handelt, wird im allgemeinen chirurgisch behandelt. Auch wenn die chirurgische Technik der Resektion und Anastomose* bei Stenosen und Tumoren der Trachea mit geringer Ausbreitung, zur Routine einer thoraxchirurgischen Abteilung gehört, so erfordert doch eine gewisse Zahl chirurgischer Interventionen ein spezialisiertes Milieu. Dabei handelt es sich um:

Stenosen des laryngotrachealen Überganges, die eines Eingriffes bedürfen, dessen Prinzip von Pearson in Toronto und von Grillo in Boston beschrieben wurden. Diese Chirurgie, die nicht von HNO-Kliniken vorgenommen wird, kann nur von bestimmten Zentren der Thoraxchirurgie, ob in Toronto, Boston, Bordeaux oder Marie Lannelongue durchgeführt werden. Nachdem wir um die 50 laryngotrachealen Resektionen vom Typ Pearson bei Stenosen und Tumoren des Erwachsenen realisiert hatten, haben wir das Konzept dieser Chirurgie auf hohe ösophagotracheale Fisteln des Erwachsenen und auf laryngotracheale Stenosen des Kindes übertragen und dabei sehr gute Ergebnisse erzielt.

Die Resektion-Rekonstruktion der tracheobronchalen Bifurkation wird von wenigen Zentren durchgeführt. Wir haben von unserer weltweit grössten Reihe solcher Eingriffe, mit Resektion der Bifurkation während einer Pneumonektomie, auf verschiedenen internationalen Kongressen und in den Annals of Thoracic Surgery berichtet. Die Ergebnisse dieser Operationen sind ausserordentlich, da die Überlebensrate nach 5 Jahren bei Tumoren ohne Befall der mediastinalen Lymphknoten, bei ungefähr 45% liegt.

Bei den Tumoren des zerviko-mediastinalen Überganges, ob sie laryngealen, ösophagealen, thyroidalen oder trachealen Ursprungs sind, vor allem wenn es sich dabei um Rezidive nach mehreren chirurgischen Eingriffen und nachfolgender Strahlentherapie handelt, muss eine zerviko-mediastinale Ausräumung mit mediastinaler tracheostomie der verbleibenden 2-3 cm Trachea vorgenommen werden. Dieser Eingriff, der von uns in Zusammenarbeit mit den Hals- und Gesichts-Chirurgen des Gustave-Roussy-Instituts durchgeführt wird, erlaubt es, solche Tumoren in palliativer, aber auch kurativer Absicht zu behandeln; wohlgemerkt wären solche Patienten ohne diesen -wenn auch unästhetischen- Eingriff, dem Tode durch Asphyxie oder massiver Hämorrhagie geweiht.

 

6.- Ösophagotracheale Fisteln

Treten vor allen Dingen nach Intubation und mechanischer Beatmung auf und sind nur schwer zu Behandeln. Nur wenige Zentren haben genug Erfahrung was diese Chirurgie anbelangt, deren ideale Technik mit den besten Resultaten in einer langen Anastomosenresektion der Trachea, in Verbindung mit einer direkten Ösophagoplastie besteht, um so Revisionen und Umleitungen des Ösophagus zu vermeiden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

7.- Chirurgie des Ösophagus

Die Erkrankungen des Ösophagus die in unserer Abteilung vorzufinden sind, führen in der Regel zu etwa 15 Eingriffen pro Jahr. Es handelt sich dabei um grössere Zwerchfellhernien mit oder ohne gastroösophagealen Reflux, benignen und malignen Ösophagustumoren und um Verletzungen, bzw. Rupturen des Ösophagus mit Pyothorax, die nicht in abdominalchirurgischen Abteilungen behandelt werden.

Diese Art der Ösophaguschirurgie in spezialisierten Zentren der Thoraxchirurgie, wie das Zentrum für Chirurgie Marie Lannelongue, hat den Vorteil, dass sie aufgrund der besonderen Kentniss der Thoraxchirurgie und ihrer Konsequenzen, mit niedrigen Morbiditäts- und Mortalitätsraten einhergeht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

8.- Vaskulärchirurgische Eingriffe

Die in unserer Abteilung durchgeführt werden, betreffen den Halsbereich, den Thorax und das Abdomen. Periphere Eingriffe werden in der Regel nicht vorgenommen.

Diese Chirurgie wird auf der einen Seite natürlich bei atheromatösen Pathologien und bei thromboembolischen Erkrankungen vorgenommen, auf der anderen Seite aber auch bei spezielleren Erkrankungen wie den Tumorbefall von Gefässen, den nach Strahlentherapie auftretenden Stenosen und Aneurysmen und den Aortenaneurysmen in allen Bereichen (63 Ko öffentlich zugänglich).

Hauptsächlich umfasst unsere Vaskulärchirurgie Eingriffe an der thorakalen und abdominalen Aorta, den supraaortalen Gefässstämmen und der Vena Cava superior, bei der unsere Abteilung wahrscheinlich die weltweit grösste Erfahrung besitzt.

 

 

9.- Thorax-, Gefäss-Unfallchirurgie und notfallmässige Eingriffe

Die technische Austattung von Marie Lannelongue, die besonderen Kentnisse was die Thorax- und Gefässchirurgie sowie den Eingriff bei extrakorporellem Kreislauf anbelangt und die permanente Präsenz von Gefässradiologen, Intensivmedizinern und spezialisierten Chirurgen, erlaubt es uns ein grosses Einziehungsgebiet in der Unfallchirurgie abzudecken, egal ob es sich dabei um Aortenrupturen oder anderen Rupturen grosser Gefässe im Thoraxbereich, um Rupturen der Trachea oder der Bronchen, Verletzungen des Herzens, Aneurysmarupturen, oder Rupturen des Zwerchfells handelt.

Die Krankenhäuser des Gebiets der Ile de France und seiner Peripherie, ebenso wie die verschiedenen SAMU (Notarztwagen) haben sich aufgrund der schnellen und qualitativ guten Behandlung solcher Patinten daran gewöhnt, bei dieser Art von Notfällen an unser Zentrum zu wenden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

10.- Lungen- und Herz-Lungen-Transplantationen

Mit unserer Reihe von 153 Lungen- und Herz-Lungen-Transplantationen seit Juli 1986, ist unser Transplantations-Team, zusammen mit Pittsburgh und Bordeaux, eines der wenigen mit einer reelen Erfahrung was die drei Typen kardio-pulmonale, bi-pulmonale und mono-pulmonale Transplantation anbelangt. In Frankreich haben nur 4 Häuser Erfahrung mit kardio-pulmonalen Transplantationen: Bordeaux, Nantes, die Pitié-Salpétrière in Paris und unser Haus.

Die Besonderheit unserer Erfahrungen liegt in der Tatsache, dass 70% unserer Transplantationen aufgrund einer primären pulmonalen Hypertonie, einer postembolischen Hypertonie oder einer pulmonalen Hypertonie in Verbindung mit einem Eisenmenger-Syndrom bei kongenitaler Herzanomalie vorgenommen werden.

Diese Spezialisierung auf pulmonale Gefässerkrankungen gründet sich in unserer guten Zusammenarbeit mit der Abteilung für Pulmologie des Hôpital Antoine-Bécère, seit 15 Jahren. Diese Gruppe um Professor G. Simonneau, ist auf die Pathologie der pulmonalen Gefässe spezialisiert und zählt bis jetzt 500 Patienten mit primärer pulmonaler Hypertonie und 150 Patienten mit postembolischer Hypertonie zu seiner Klientel.

Unsere Transplantationsaktivität wird durch klinische und experimentelle Forschung auf diesem Gebiet ergänzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

11.- Chirurgie der akuten und chronischen thromboembolischen Krankheit

Ein Programm für die pulmonale Thrombendarteriektomie bei extrakorporellem Kreislauf und tiefer Hypothermie wurde in direkter Zusammenarbeit mit dem Hôpital Antoine-Béclère entwickelt.

Es handelt sich dabei um Patienten, die von einer chronischen thrombotischen Obliteration der Pulmonalarterien betroffen sind und dabei eine schwere pulmonale Hypertonie entwickeln, die üblicherweise zu einer kardio-pulmonalen oder bi-pulmonalen Transplantation führt. Diese pulmonalen Endarteriektomien erlauben es, eine normale, oder subnormale Rechtsherzfunktion zu restituieren und den Patienten, den in der Regel schlechten Verlauf dieser Krankheit zu ersparen.

Das Programm der pulmonalen Endarteriektomie, mit dem wir 1989 begonnen haben, stellt mittlerweile eine wikliche Alternative zur pulmonalen oder kardio-pulmonalen Transplantation dar. Grosse Fortschritte wurden 1996, aufgrund der Einführung neuer Techniken mit Video-Kontrolle erzielt. Das Angioskop wird in die Pulmonalarterie eingeführt, um die Endarteriektomie in den kleineren Ästen zu leiten und so ein besseres Ergebniss mit stärkerer Absenkung des pulmonalvaskulären Widerstandes zu erreichen.

Die Resultate dieser Operationen haben sich seit 1992 ohne Unterbrechung verbessert: während der Jahre '96 und '97 betrug die Erfolgsrate, bei 49 Eingriffen, 89%.

Weltweit gibt es noch ein Zentrum in San Diego, das eine sehr grosse Erfahrung in dieser Chirurgie aufbringt und an das Patienten aus der ganzen Welt überwiesen werden.

Unter Hervorhebung der guten Beziehungen zum Hôpital Antoine-Béclère, das zur Zeit Patienten mit primärer pulmonaler Hypertonie und postembolischer pulmonaler Hypertonie auf nationalem und europäischem Niveau bezieht, und aufgrund der letzten Neuerungen die wir auf diesem Gebiet der Chirurgie erzielen konnten, ist es unser Ziel das Zentrum in Europa für die Chirurgie der chronischen thromboembolischen Erkrankung zu werden. 14 Eingriffe wurden 1996, 35 wurden 1997 vorgenommen, und unser Ziel ist es 60 im Jahr 1998 und 100 im Jahr 1999 zu erreichen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

12.- Funktionelle Chirurgie der Ateminsuffizienz

Unser Lungen-Transplantationsprogramm hat zu einem verstärktem Einzug von Patienten mit, durch Emphyseme verursachte, Ateminsuffizienz geführt. Einem Teil dieser Patienten kann durch chirurgische Behandlung der Emphysemblasen oder durch Volumenreduktion, wenn es sich um ein blasenloses Emphysem handelt, geholfen werden.

Diese Chirurgie wurde in den letzten Jahren, dank neuer Untersuchungsmethoden und chirurgisch-technischer Veränderungen, reaktualisiert. In Zusammenarbeit mit Professor Cooper, von der Saint-Louis-Universität, haben wir ein Seminar mit dieser Thematik, in Paris, am 23. Juni 1995, organisiert.

Die Ergebnisse dieser Operationen sind noch nicht komplett evaluiert, und im Moment ist es noch zu früh über eine Weiterentwicklung, oder gar eine Aufgabe zu entscheiden. Die Amerikanische Gesellschaft für Thoraxchirurgie hat eine prospektive randomisierte Studie in Auftrag gegeben, bevor über eine Etablierung entschieden wird.

Wir haben angefangen, in Zusammenarbeit mit der pulmologischen Abteilung des Hôpital Antoine-Béclère, neue Untersuchungsmethoden zu entwickeln, insbesondere die Computertomographische Substraktion des Lungenparenchyms, die es ermöglicht, die nicht-funktionellen Zonen der Lunge bei diesen Patienten besser zu definieren, um so das Patientengut für diesen Typ der Chirurgie auswählen zu können.